Das Bild zeigt eine große Menschenmenge vor dem weißen, kuppelgekrönten Gebäude des US-Kapitols in Washington, D.C. Es ist Abend oder früher Morgen, das Licht ist kühl und der Himmel leicht bewölkt. Viele Menschen stehen auf dem Rasen und auf den Treppen vor dem Gebäude. Einige tragen amerikanische Flaggen oder sind in Flaggen gehüllt. Im Vordergrund ist eine große wehende US-Flagge sichtbar. Mehrere Personen halten Schilder und Banner, darunter eines mit der Aufschrift „TRUMP 2020“. Es sind auch Gerüste und Absperrungen zu sehen, und einige Menschen befinden sich auf erhöhten Strukturen. Die Szene wirkt angespannt und unruhig, mit vielen Menschen, die sich in Richtung des Kapitols bewegen. Das Bild vermittelt den Eindruck einer politischen Kundgebung oder eines Protests.

Die Erstürmung des Kapitols

Thema: Gesellschaft

Vor genau fünf Jahren, am 6. Januar 2021, trugen sich in Washington die Ereignisse zu, die ich in der Nachschau als sowas wie die l amerikanische Version des Marsch auf die Feldherrenhalle bezeichnen würde. Die Erstürmung des Kapitols markiert den Punkt der amerikanischen Geschichte, an dem die Wahrheit das Land verlassen hat und die Lüge zum entscheidenden Faktor der Politik wurde.

Sieg der Lüge #

Zu diesem Zeitpunkt schon beinahe Ex-Präsident der Vereinigten Staaten, Donald Trump, machte seinen Anhängern weiß, die Wahl wäre von Joe Biden und den Demokraten gestohlen worden, durch einen groß angelegten Wahlbetrug. Diese Lüge spaltete das Land und legte die Basis für Trumps Wiederwahl 2024. Und rührte die anwesenden Trump-Anhänger*innen so auf, dass diese das Kapitol erstürmten und mit bis zu 1500 Leute gegen den Widerstand weniger Ordnungskräfte dort einbrachen und so die Sitzung des Kongresses unterbrachen, der gerade dabei war, die Wahl Joe Bidens zu bestätigen. Als unmittelbare Folge der Ereignisse kamen fünf Menschen ums Leben. Zahlreiche Personen wurden verletzt, darunter 140 Polizisten.

Die Folgen #

In der Folge versagte die amerikanische Demokratie endgültig, da sie es während der gesamten vierjährigen Legislatur nicht schaffte, Donald Trump für die Ereignisse verantwortlich zu machen und zu verurteilen, geschweige denn überhaupt vor Gericht zu bringen. Am 5. November 2024 wurde Trump wiedergewählt, woraufhin das Verfahren eingestellt wurde, da es nicht üblich sei, amtierende US-Präsidenten strafrechtlich zu verfolgen. Noch am ersten Tag seiner Amtszeit begnadigte Trump 1500 verurteilte Teilnehmer des Aufstandes.

Was sich erst in der Nachschau herausstellte: der ganze Plot war von Anfang an geplant. Das Aufschaukeln der Menge durch Trump und seine Einpeitscher, die fortwährenden Unterbrechungen der Kongress-Sitzung durch republikanische Abgeordnete oder Senator*innen, die gewalttätigen Gruppen, die die Führung auf dem Weg ins Kapitol übernahmen und dann dort gezielt nach Nancy Pelosi oder Mike Pence suchten. All das. Ein Putschversuch, nur dass Trump ein wenig schlauer war als Adolf Hitler: er marschierte sselbst nicht mit auf das Kapitol.

Nochmal sehens- oder hörenswert #

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